Pflege

Wir über uns

Das Haus der Pflege – KITZINGERLAND versteht sich als neues Zuhause für schwer- und schwerstpflegebedürftige Seniorinnen und Senioren. Den Ansprüchen und Bedürfnissen dieser Menschen, die Ihren Lebensabend in unserem Haus verbringen, fühlen wir uns verbunden und verpflichtet.

Unser Motto lautet: So wenig Institution wie nötig, so viel Normalität wie möglich.

In Anlehnung an dieses Normalitätsprinzip sollen unsere BewohnerInnen hier einen Lebensabend verbringen, der an ihr früheres Zuhause angelehnt ist, weitestgehend frei von institutionellen Bestimmungen und Vorschriften.

Hierzu gehört die Achtung ihrer Würde und Selbstbestimmtheit, das Erhalten von Fähigkeiten, die Möglichkeit zum Ausleben von Gewohnheiten und Vorlieben, die Akzeptanz ihrer Persönlichkeit und Unabhängigkeit, sowie die Einbindung in den Tagesablauf mit Möglichkeiten zur aktiven, individuell sinnvollen Beschäftigung.

Pflegebedürftigkeit tritt in den Hintergrund, ein würdevoller Umgang mit den Eigenheiten und Schamgefühlen der Bewohner steht im Vordergrund. Der Mitarbeiter lebt mit dem Bewohner und assistiert ihm, statt ihn „wie im Hotel“ zu bedienen.

Wohnformen

Haus der Pflege – Kitzingerland, Innovative Konzepte in der stationären Altenhilfe

Unsere Wohnformen: offen – behütet – beschützt

Das Haus der Pflege – KITZINGERLAND hat im Herbst 2003 den vom bayerischen Staatsministerium ausgelobten Landeswettbewerb „Innovative Konzepte in der stationären Altenhilfe“ gewonnen und auch umgesetzt. Mit der Umsetzung unseres Konzeptes „der behütete Wohnbereich“ haben wir uns zu einer gerontopsychiatrischen Facheinrichtung entwickelt.

Das klassische Wohnangebot der Altenhilfe: offen oder beschützt wurde von uns um das Wohnkonzept “der behütete Wohnbereich“ erweitert.

Der behütete Wohnbereich ist im Wesentlichen ein separativer Wohnbereich mit einer möglichst homogenen Bewohnerstruktur. Die Bewohner sind mobil, mittel bis stark gerontopsychiatrisch verändert, verhaltensauffällig und haben Orientierungsdefizite bzw. leichte Weglauftendenzen, aber ohne selbst-  oder fremdgefährdendes Verhalten. 

Durch die Dreigliederung unseres Wohnangebotes in offen – behütetet – beschützt können wir für unsere Bewohner eine durchgängige Versorgung unter einem Dach gewährleisten 

➔ Umzüge in spezialisierte Einrichtungen der Altenpflege werden vermieden 

➔ die Übergänge sind fließend und schonend. 

Entwickelt ein Bewohner, der im offenen Wohnbereich lebt, im Laufe der Zeit Verhaltensauffälligkeiten und dementielle Veränderungen, die einer besonderen Aufsicht bedürfen, z.B. motorische Unruhe, Desorientiertheit, leichte Weglauftendenzen, Introvertiertheit etc., kann eine behütete Unterbringung angeboten werden. Eine Unterbringung ohne fühlbaren Freiheitsverlust, jedoch mit besserer Lebensqualität durch gezielte raumkonzeptionelle und therapeutische Maßnahmen. 

Erst wenn auch diese Betreuungsform nicht mehr greift und eine Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, bieten wir, in Absprache mit allen am Pflegeprozess Beteiligten und den Angehörigen/ Betreuern in Abstimmung mit dem Amtsgericht die Verlegung in den beschützenden Wohnbereich an. Die Angehörigen und der Bewohner selbst kann durch diese durchgängige Versorgung im selben Haus, sicher sein, dass wir sowohl die guten, wie die schlechten Phasen seiner Erkrankung / seines Lebens mit ihm teilen und er auf seinem Weg stets angemessen begleitet wird.

Alle Angebote des offenen, behüteten und beschützten Wohnbereichs können, falls indiziert, von allen Bewohnern, integrativ in Anspruch genommen werden – somit schaffen wir durchlässige Strukturen und bauen Grenzen – sowohl räumlich – als auch im Kopf – ab.

Normalitätsprinzip

Wenn sich der Alltag im Pflegeheim am Leben zuhause orientiert

Pflegekonzepte passen sich aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und neuen sozialen Bedürfnissen an. In den letzten dreißig Jahren sollte in bundesdeutschen Pflegeheimen im Rahmen des Dienstleistungsgedankens ein Rundum-Service wie im Hotel Zufriedenheit und Wohlbefinden der BewohnerInnen garantieren. Über die Pflege hinaus wurden alle Alltagstätigkeiten vom Personal übernommen. Die Bewohner mussten hinsichtlich Tagesablauf, Aufenthaltsort und Betätigung kontrollierende und bestimmende Maßnahmen hinnehmen. Passivität, Mangel an körperlich-geistiger Anregung und das Gefühl des Nicht-mehr-gebraucht-Werdens waren die Folge. Gleichzeitig brannte das Pflegepersonal immer mehr aus, klagte über zu wenig Ganzheitlichkeit im täglichen Umgang mit den BewohnerInnen. 

Aus diesen Gründen haben wir uns 2016 konzeptionell für das Normalitätsprinzip entschieden – unser Haus der Pflege – KITZINGERLAND als Lebenswelt, in der Kontakte, Beziehungen und gemeinsames Tun und Erleben im Mittelpunkt stehen. Eine Arbeitswelt, in der MitarbeiterInnen gemeinsam mit den BewohnerInnen vertrauensvoll den Alltag gestalten, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Kooperation auf Augenhöhe, Menschlichkeit und Selbstbestimmtheit. Die Erfahrung zeigt, dass auf diese Weise persönliches und gemeinsames Wachstum stattfinden kann.

Den Alltag im Pflegeheim mit Sinn und Seele füllen

Sinnvolle Aktivitäten und Gemeinschaft verbessern das Wohlbefinden aller im Haus der Pflege KITZINGERLAND lebenden und arbeitenden Menschen. Das ist weder eine Geld- noch eine Personalfrage. Wir wollen neue Wege gehen. Unsere BewohnerInnen sollen einen Alltag erleben, der weitgehend „wie früher zuhause“ gestaltet wird und ihren Bedürfnissen entspricht, mit

  • persönlichen Aufgaben und Zuständigkeiten
  • Aktivierung zu nützlichem, lebendigem Tun
  • Freude an zwanglosem Austausch 
  • Beibehalten alter Gewohnheiten

Pflegebedürftigkeit tritt in den Hintergrund

Gegenstände, die auf Abhängigkeit hindeuten (Pflegewagen, Lifter, Inkontinenzmaterial) treten nur im Moment der Benutzung in den Blick. Ansonsten werden sie an den dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt. Bewohner entscheiden selbst, wie lange sie morgens schlafen möchten und wie sie den Tag verbringen. Es duftet angenehm wie früher zuhause nach Kaffee oder frisch gebackenem Kuchen. Das räumliche Umfeld ist optisch ansprechend, gemütlich und persönlich gestaltet. Die einzelnen Professionen (Pflege, Beschäftigungstherapie, Küche und Hausreinigung) arbeiten intensiv zusammen und integrieren unsere Senioren nach dem Motto „Hand in Hand – für eine bessere Lebenswelt“ in ihre Arbeitsaufgaben.

Soziale Teilhabe als menschliches Grundbedürfnis

Durch ihre freiwillige Mitarbeit fühlen sich die BewohnerInnen als nützliche Mitglieder der Gemeinschaft. Beispiele für Betätigungsmöglichkeiten im Haus der Pflege KITZINGERLAND sind:

  • Tische decken und abräumen
  • Wäsche falten
  • Balkonblumen gießen
  • Betten machen
  • Salat und Gemüse pflanzen, pflegen und jäten
  • Versorgungswägen aus Küche und Wäscherei holen und zurückbringen
  • Zubereitung von Snacks wie Salate, Kuchen, belegte Brote
  • Knöpfe annähen und Wäsche flicken

Sportliche, musische, kreativ-künstlerische und geistliche Angebote ergänzen den Tages- und Wochenplan.

Mitarbeiter aller Professionen werden geschult

Mit den BewohnerInnen gemeinsam gestalten unsere MitarbeiterInnen den Alltag. In Workshops, Fortbildungsveranstaltungen und Teamgesprächen lernen die MitarbeiterInnen, wie wichtig dabei Achtsamkeit, Beobachtungsfähigkeit, ermutigende Aktivierung und Begleitung sind. Sie nehmen bei sich selbst und den SeniorInnen bewusst Potenziale wahr, kommunizieren ressourcenorientiert, unterstützen die BewohnerInnen geschickt in ihren gewohnten Alltagsroutinen und Fähigkeiten und vermitteln dadurch Erfolgserlebnisse ohne Bevormundung.

Die Vision: Den Alltag miteinander teilen

Vertraute Rituale und Tätigkeiten schaffen Sicherheit. Ziel unseres Konzeptes ist ein reibungsloser, an die Normalität zuhause angelehnter Alltag, der die Zusammengehörigkeit und das Zusammenleben im Haus der Pflege KITZINGERLAND fördert. Jeder hilft mit, soweit er kann, und ist nach seinen Fähigkeiten nützliches Mitglied der Gemeinschaft. Das Konzept des Normalitätsprinzips erweist sich als Motor zu mehr Menschlichkeit, Natürlichkeit, Lebens- und Arbeitsfreude auf beiden Seiten – BewohnerInnen und MitarbeiterInnnen.

Unter dem Normalitätsprinzip versteht sich der Ansatz, bewusst Normalität in die Institution Pflegeheim zu bringen.

Leistungen

Wir haben hohe Ansprüche

Die pflegerischen, medizinischen und sozialen Ansprüche, die Sie und unsere Bewohner an uns stellen, stehen für uns an erster Stelle! Professionelle / anspruchsvolle Pflege und Betreuung im Haus der Pflege – KITZINGERLAND bedeutet für Sie: Vertrauen, Wohlfühlen und Sicherheit rund um die Uhr.

Dazu arbeiten

  • Qualifizierte Pflegefachkräfte
  • Therapeuten
  • medizinische Dienstleister
  • Ihr Hausarzt und
  • spezialisierte Fachärzte der Umgebung

im Team an Ihrem und unserem gemeinsamen Ziel: die größtmögliche Eigenständigkeit Ihres Angehörigen / unseres Bewohners wieder herzustellen bzw. so lange wie möglich zu erhalten.

Folgende Leistungen bieten das Haus der Pflege – KITZINGERLAND an: 

  • Allgemeine Pflege für 42 Bewohner
  • Behütete Pflege für 21 Bewohner
  • Beschützte Pflege für 16 Bewohner (mit Unterbringungsbeschluss)
  • Kurzzeitpflege 
  • Hochwertig ausgestattete Einzel- und Doppelzimmer
  • Fachkundiges, motiviertes und freundliches Personal
  • Medizinische Versorgung durch Ihren Hausarzt und ortsnahe Fachärzte
  • Pflege und Betreuung rund um die Uhr
  • Umfassende Beschäftigungsangebote
  • Fränkische Küche
  • Cafeteria mit Wintergarten
  • Tägliche Zimmerreinigung
  • Rundum Wäscheservice in der hauseigenen Wäscherei
  • Externe Dienstleistungen: Friseur, Fußpflege, Ergotherapie u.v.m.
  • Großer, kostenloser Parkplatz
  • Barrierefreier Garten- und Balkonbereich

Qualitätssicherung

Über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus ist für das Haus der Pflege – KITZINGERLAND die Ergebnisqualität das entscheidende Kriterium für gute Qualität in der Pflege: Nur wenn die Bewohnerinnen und Bewohner sich bei uns wohl fühlen und zufrieden sind, ist dieses Kriterium erfüllt. Besonderer Wert liegt auf der Mitarbeiterzufriedenheit, denn hier gilt: Nur wenn es unseren Mitarbeitern gut geht, geht es auch den Bewohnern gut.

Folgende Maßnahmen wurden vom Haus der Pflege – KITZINGERLAND freiwillig zur Qualitätsbeurteilung implementiert:

  • Enge Zusammenarbeit mit dem Heimbeirat und dem Angehörigen- und Betreuerbeirat
  • Mehrere Angehörigenversammlungen im Jahr, mit aktuellen Themen rund um die Pflege sowie Vorstellung der Prüfungsergebnisse
  • Veröffentlichung der Ergebnisse der FQA-Prüfung
  • Jährliche, anonyme Bewohner-, Angehörigen-, Mitarbeiterbefragungen, die zur Einsicht zur Verfügung stehen
  • Interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter
  • Individuelles Belohnungssystem für besondere Leistungen der Mitarbeiter

Unsere Preise

Das Haus der Pflege – KITZINGERLAND war die erste private Einrichtung in Bayern, die nach dem AVPflegeVG des Freistaates Bayern, sowie vom Landkreis Kitzingen gefördert wurde. Ziel dieser Förderung war es, die Investitionskosten für die BewohnerInnen zu senken, damit gute Pflege auch bezahlbar bleibt.

Unsere Pflegesätze werden jährlich zwischen dem Haus der Pflege – KITZINGERLAND, dem Bezirk Unterfranken sowie der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassen verhandelt und genehmigt.

Die Preise gelten für alle BewohnerInnen und können nicht einseitig von uns festgelegt werden. Die genauen Preise für stationäre Pflege und Kurzzeitpflege entnehmen Sie der Preisliste Dauerpflege und Preisliste Kurzzeitpflege.